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Getreideaufbereitung für gleichbleibend hohe Mahlerträge
Das Befeuchten ist ein wichtiger Produktionsprozess in einer Mühle, um gleichmässige Mahlbedingungen zu unterstützen und die Grundlage für eine konstant hohe Mahlleistung zu schaffen. Das Befeuchten des Getreides bringt zwei wichtige Vorteile mit sich. Zum einen die Vorbereitung des Getreides auf optimale Mahlbedingungen und zum anderen Zugabe von Wasser für einen wirtschaftlichen Gewinn.
Durch die Zugabe von Wasser zum Getreide und dessen Temperierung werden die Kleieschichten zäh und elastisch, das Endosperm wird aufgeweicht. Dies ist die optimale Voraussetzung, um sie beim Mahlen möglichst effizient zu trennen. Um den grössten Nutzen aus dem Befeuchtungsprozess zu ziehen, ist es wichtig, dass das Wasser möglichst gleichmässig auf der Oberfläche des Korns verteilt wird, damit es in den Temperierkammern gleichmässig in das Endosperm eindringen kann. Das Befeuchten ist traditionell ein energieintensiver Produktionsprozess und ist kritisch in Bezug auf die Hygiene und damit die Lebensmittelsicherheit. Neben den technologischen und wirtschaftlichen Aspekten haben auch die mikrobiologischen Auswirkungen an Bedeutung gewonnen. Die Anforderungen zur Einhaltung oder Überschreitung von Lebensmittelsicherheitsstandards werden immer anspruchsvoller.
Neben der Online-Messung des Produktdurchsatzes werden die Differenzialdosierwaagen auch für andere konstante und genaue Messungen am Getreide eingesetzt, wie z.B. Feuchtigkeit, Dichte und Temperatur. Für eine genaue Datenerfassung des Getreides, die für den Mahlprozess erforderlich ist, sind Produkttemperatur, Dichte und Produktfeuchte notwendig. Die Messung des Massenstroms und der Produktfeuchte hängt von der Dichte ab. Ein innovatives Kontrollsystem ermöglicht die einfache Kalibrierung des kapazitiven Feuchtesensors und den genauen Vergleich mit im Labor ermittelten Erfahrungswerten. Differenzialdosierwaagen mit innovativer Zusatzausstattung messen den Massenstrom und registrieren das Gesamtgewicht mit noch höherer Genauigkeit als herkömmliche Geräte. Modernste Steuerungstechnik und Wägealgorithmen, verarbeiten die Messung nach dem Dosierschieber auch beim Nachfüllen der Waage. Diese zusätzliche Schlagmessung eliminiert Unsicherheiten beim Nachfüllen der Waage und verbessert die Messgenauigkeit um ein Vielfaches. Dank dieser zusätzlichen Messung arbeitet das System immer gravimetrisch, und die Öffnung des Dosierschiebers kann kontinuierlich überwacht und nachjustiert werden. Die Vorteile der hohen Genauigkeit und des kontinuierlichen Verfahrens einer Differentialwaage werden optimal kombiniert. Die verbesserte Genauigkeit der Waage ist ein Vorteil für gleichbleibende Feuchtwasserbedingungen, die eine sehr präzise Wasserzugabe ermöglichen.
Der automatische Flüssigkeitsdurchflussregler und die Differenzialdosierwaage mit dem Feuchtebestimmungssystem sind optimal aufeinander abgestimmt für eine exakte Zugabe der Wassermenge. Die Differenzialdosierwaage misst gleichzeitig den Produktdurchfluss und die Feuchtigkeit. Das Regelsystem errechnet die benötigte Wassermenge und steuert den Flüssigkeitsdurchflussmesser und den Dosierschieber sehr genau. Die kontinuierliche Messung und Regelung von Massenstrom, Feuchte, Temperatur und die Berechnung der erforderlichen Wasserzugabe mit einem multifunktionalen Wägesystem ermöglicht eine effiziente Prozesssteuerung. Hochwertige Regelventile mit elektromotorischen Stellungsreglern und Energiespeicher ermöglichen einen grossen Dosierbereich. Die Genauigkeit der dosierten Wassermenge wird massgeblich von der Qualität und Genauigkeit des Durchflussmessers beeinflusst. Ein korrekt ausgelegter Wasserfilter ist unabdingbar, um Verunreinigungen, die durch das Wasser verursacht werden könnten, auszuscheiden. Der automatische Flüssigkeitsdurchflussregler ist auch für chlorhaltiges Wasser (55 °C, 600 ppm) oder Dampf geeignet und wird in hygienischer Ausführung gefertigt und besteht aus rostfreiem Stahl. Für die Messung des Wasserdurchflusses oder des Feuchtigkeitsgehalts im Getreide ist keine zusätzliche elektrische Steuereinheit erforderlich.
Das Befeuchten der Körner beim Mahlen ist ein häufig angewandtes Verfahren. Wasserzugabemengen von bis zu 7 % sind bei minimalem Abrieb und Bruch des Produkts möglich. In Mühlen ist die Befeuchtung des Weizens ein kritischer Kontrollpunkt. Die meisten Befeuchtungsmaschinen müssen regelmässig gereinigt werden. Sobald die Maschine abgeschaltet ist, kommt es zum Wachstum von Keimen und Bakterien. Die negativen Auswirkungen sind sichtbar und verursachen in der Regel einen deutlichen Geruch. Das zu erwartende Bakterienwachstum kann bei Bedarf durch Labortestdaten bestätigt werden, die als Referenz dienen. Im Inneren konventioneller Feuchtwerke müssen Abriebschmutz und Restkörner manuell entfernt werden, um Verunreinigungen zu vermeiden bzw. zu begrenzen. Wird der Dämpfer über einen längeren Zeitraum nicht betrieben, kann das Risiko einer mikrobiologischen Verunreinigung des nachfolgenden Getreides nicht ausgeschlossen werden. Wenn dieser kontaminierte Weizen in die Mühle gelangt, weist das daraus hergestellte Mehl ebenfalls eine erhöhte Anzahl mikrobiologischer Keime auf. Innovative Feuchtwerke minimieren das Kontaminationsrisiko und ermöglichen eine automatische Cleaning-in-Place (CIP). In manchen Situationen ist eine sehr geringe Wasserzugabe mit einer gleichmässigen Verteilung auf der Oberfläche des Korns erforderlich. Dies kann eine echte Herausforderung sein. In diesem Fall kann die unten abgebildete Maschine die richtige Lösung sein. Die Anforderungen an die Lebensmittelsicherheit steigen und erfordern Lösungen der nächsten Generation für die Befeuchtung. Diese ressourceneffiziente Innovation der Befeuchtung formt den Fluss des Korns mithilfe eines Pralltrichters und Lamellen zu einem Vorhang. Das zugeführte Wasser wird über beidseitig radial angeordnete Düsen in feine Tropfen zerstäubt. Diese Tropfen prallen auf die fallenden Körner und bleiben an der Oberfläche haften. Wenn der Produktionsprozess es zulässt, wird zwischendurch ein automatischer Reinigungszyklus durchgeführt. Für eine optimale Reinigung des gesamten Innenraums werden ausfahrbare Spüldüsen durch das Reinigungsmedium betätigt. Das Abwasser des Reinigungsprozesses sowie die Entsorgung der gesammelten Rückstände sind in der Regel automatisiert.
Der Trend zur Prozessoptimierung mit intelligenten Systemen in der Mühlenindustrie spart nicht nur Kosten, sondern unterstützt auch die Müller und verbessert ihre operative Exzellenz. Energiesparende Lösungen mit präziser Massenstrom-, Dichte- und Feuchtemessung, hygienischer Wasserzugabetechnologie, dem ressourceneffizienten Befeuchtungsprozess und Cleaning-in-Place-Technologie sollen Ihr Grain Conditioning System auf die nächste Stufe bringen. Dieses Feuchtemanagementsystem der nächsten Generation ist nachhaltig, benötigt weniger Geräte und Anlagensteuerungen, deutlich weniger Energie und ist ein grosser Schritt vorwärts in Richtung Erfüllung oder Übertreffen der strengsten Lebensmittelsicherheitsstandards.